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CBR-Studie für den Straßenentwurf in Marburg: Tragfähigkeit nach FGSV sichern

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Der häufigste Fehler bei Straßenbauprojekten in Marburg ist nicht die falsche Asphaltmischung, sondern eine zu optimistische Einschätzung der Untergrundtragfähigkeit. Wer den CBR-Wert nur schätzt oder auf veraltete Tabellenwerke vertraut, riskiert bereits während der ersten Frost-Tau-Periode tiefreichende Verformungen im Oberbau. Die heterogenen Verwitterungsböden des Rheinischen Schiefergebirges – verwitterte Tonschiefer mit eingelagerten Grauwackebänken – liefern auf engstem Raum stark streuende CBR-Werte, die ohne laborative Absicherung nach den RStO 12 nicht belastbar sind. Wir führen die CBR-Studie für den Straßenentwurf direkt an den in Marburg gewonnenen Proben durch, mit Proctorkörpern bei variablen Verdichtungsgraden und Wassergehalten, sodass die Bemessung nach den Technischen Lieferbedingungen für Bodengemische (TL BuB E-StB) auf Messwerten beruht, nicht auf Annahmen.

Ein um 5 % unterschätzter CBR-Wert kann in Marburg den Unterschied zwischen einer frostsicheren Fahrbahn und einer Sanierung nach dem ersten Winter bedeuten.

Methodik und Umfang

Die Lahnterrassen und Hangschuttdecken um Marburg – etwa im Bereich des Marburger Rückens oder der Lahnberge – liefern Bodengruppen, die nach DIN 18196 zwischen stark verwitterten Tonen (TA) und sandig-kiesigen Schluffen (SU) pendeln. Diese geologische Ausgangslage erfordert eine CBR-Studie, die das Verdichtungsverhalten unter realistischen Einbaubedingungen abbildet. Wir bestimmen den CBR-Wert nach DIN EN 13286-47 an drei Prüfkörpern pro Bodengruppe, eingebaut mit Proctorenergie und geprüft nach viertägiger Wasserlagerung – dem kritischsten Zustand für bindige Böden im Straßenunterbau. Parallel dazu setzen wir die Korngrößenanalyse ein, um den Einfluss des Feinkornanteils auf den Kapillarwasseraufstieg zu quantifizieren. Die Ergebnisse fließen direkt in die Klassifikation des Frostempfindlichkeitsgrades nach ZTV E-StB ein und bestimmen, ob das anstehende Material als frostsicherer Unterbau (FSS) taugt oder durch Austauschböden ersetzt werden muss. Bei grobkörnigen Gemischen prüfen wir zusätzlich den CBR-Wert bei optimalem Wassergehalt ohne Wasserlagerung, um die sofortige Befahrbarkeit für Baustraßen zu bewerten.
CBR-Studie für den Straßenentwurf in Marburg: Tragfähigkeit nach FGSV sichern
Technisches Referenzbild — Marburg

Lokale Besonderheiten

Das Klima im Lahntal mit durchschnittlich 680 mm Jahresniederschlag und die häufigen Wechselfröste in den Höhenlagen des Marburger Rückens setzen den Straßenoberbau einer doppelten Belastung aus: kapillarer Wasseraufstieg im Winterhalbjahr und plötzliches Auftauen mit reduzierter Tragfähigkeit im Frühjahr. Eine CBR-Studie, die nur den Sommerzustand abbildet, liefert hier systematisch zu optimistische Werte. Wir simulieren im Labor gezielt den wassergesättigten Zustand nach DIN EN 13286-47, weil genau dieser Zustand in den bindigen Verwitterungsböden der Lahnterrassen bemessungsrelevant wird. Liegt der CBR-Wert unter 15 % im wassergesättigten Zustand, scheidet das Material nach RStO 12 für die Tragschicht ohne Bindemittelverbesserung aus. Für Marburg mit seinen steilen Zubringerstraßen zum Universitätsklinikum und den Campusbereichen ist das ein Ausschlusskriterium, das wir in der CBR-Studie frühzeitig identifizieren, bevor die Ausschreibung erstellt wird.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN 13286-47
Prüftemperatur Wasserlagerung20 ± 2 °C
Wasserlagerungsdauer4 Tage (96 h)
Eindringgeschwindigkeit1,27 mm/min
VerdichtungsenergieProctor (≈ 0,6 MN·m/m³)
Prüfkörperanzahl je Bodengruppe3 (minimal)
Überlagerungsmasseentspr. 50 mm Fahrbahnbelag
Frostempfindlichkeitsklassenach ZTV E-StB 17

Ergänzende Leistungen

01

CBR-Basisstudie nach RStO

Bestimmung des CBR-Wertes an drei Prüfkörpern pro Bodengruppe bei Proctordichte und viertägiger Wasserlagerung, inklusive Proctorversuch und Klassifikation nach DIN 18196.

02

CBR an verbesserten Gemischen

Untersuchung von Bindemittel- oder Kalkverbesserungen mit variablen Zugabeprozentsätzen und Abbindezeiten, um die optimale Rezeptur für Planumschutzschichten zu ermitteln.

03

CBR für Baustraßen

Prüfung bei optimalem Wassergehalt ohne Wasserlagerung für temporäre Befahrbarkeit und geringere Anforderungen an den Frostwiderstand.

04

Mobiler CBR-Versuch vor Ort

Feld-CBR mit tragbarem Lastrahmen direkt auf dem Planum, wenn die Bodenstruktur erhalten bleiben muss und Laborproben nicht repräsentativ wären.

Referenznormen

DIN EN 13286-47 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – CBR-Prüfung, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau, TL BuB E-StB – Technische Lieferbedingungen für Bodengemische, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Häufige Fragen

Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf in Marburg?

Die Kosten für eine CBR-Studie liegen in Marburg zwischen €140 und €310, abhängig von der Anzahl der Prüfkörper und der untersuchten Bodengruppen. Eine Studie mit drei Prüfkörpern aus einer Bodengruppe (inklusive Proctorversuch und Wasserlagerung) liegt am unteren Ende dieses Bereichs, während umfangreichere Untersuchungen mit mehreren Mischgütern und Verdichtungsgraden entsprechend höher ausfallen.

Welche Normen gelten für den CBR-Versuch im deutschen Straßenbau?

Der CBR-Versuch wird in Deutschland nach DIN EN 13286-47 (Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes) durchgeführt. Ergänzend gelten die TP BF-StB Teil B 7.1 für die Probenvorbereitung und die RStO 12 für die Zuordnung der Tragfähigkeitsklassen im Oberbau. Die Einstufung der Frostempfindlichkeit erfolgt nach ZTV E-StB 17, die Klassifikation des Bodens nach DIN 18196.

Wie viele Tage dauert eine CBR-Studie im Labor?

Die reine Prüfdauer beträgt vier Tage Wasserlagerung plus einen Tag für die Eindrückversuche, also fünf Werktage. Hinzu kommen die Zeit für die Proctorversuche zur Ermittlung des optimalen Wassergehalts (etwa zwei Tage) und die Probenvorbereitung. Insgesamt sollten Sie ab Probeneingang mit sieben bis zehn Werktagen rechnen, bei mehreren Bodengruppen entsprechend länger.

Standort und Servicegebiet

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